HANDCHIRURGIE
Beim Karpaltunnelsyndrom, bei der Dupuytrenschen Kontraktur, beim Sulcus-ulnaris-Syndrom, beim schnellenden Finger oder bei einem Ganglion treten typische Beschwerden auf, welche meist nur mit einem operativen Eingriff behoben werden können.
Karpaltunnelsyndrom
Das bekannteste Nervenkompressionssyndrom, das Karpaltunnelsyndrom, entsteht durch eine Einklemmung des Mittelnerven (N. medianus) im Bereich der Handwurzel.
Das Syndrom beginnt mit einem Kribbeln im Daumen,-Zeige- und Mittelfinger. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem Taubheitsgefühl und zu Schmerzen im Bereich dieser Finger.
Nach einer ausgiebigen klinischen Untersuchung kann mit einer entsprechenden neurologischen Untersuchung die Indikation zu Operation gestellt werden.
Morbus Dupuytren
Bei dieser Erkrankung – benannt nach dem Pariser Anatomen Dupuytren - handelt es sich um eine unterschiedlich stark ausgeprägte Funktionsbeeinträchtigung der Beugung und Streckung aller Langfinger und des Daumens. Diese Beschwerden können operativ durch Entfernung der Verhärtungen und somit Freilegung der Beugesehnen beseitigt werden.
Oft ist eine intensive ergotherapeutisch Nachbehandlung im Sinne einer Fingergymnastik und Narbenbehandlung notwendig.
Sulcus - Ulnaris - Syndrom
Dieses Syndrom bezeichnet eine Einengung des Ellennerves im Bereich des Ellbogens mit darauffolgender Reizung des Nervens. In weiterer Folge kann es neben der ausgeprägten Schmerzsymptomatik zu einer Schwächung der Unterarm- und Handmuskulatur kommen. Mit einem chirurgischen Eingriff können diese Beschwerden behoben werden indem der eingeengte Nerv gelöst wird. Der Eingriff wird meist in Allgemeinnarkose durchgeführt und schließt einen kurzen stationären Aufenthalt mit ein.
Schnellender Finger
Beim schnellenden Finger (Tendovaginitis stenosans) ist das Gleiten der Beugesehne im Bereich der Fingergrundgelenke eingeschränkt. Im fortgeschrittenen Zustand kann der Finger nicht mehr eigenständig aus der gebeugten Stellung gestreckt werden.
Der Eingriff erfolgt ambulant in lokaler Anästhesie.
Ganglion
Ein Ganglion - im Volksmund auch als Überbein bezeichnet - ist eine einzeln oder mehrfach auftretende, gutartige Geschwulstbildung im Bereich einer Gelenkskapsel oder oberflächlichen Sehne.
Nach einer klinischen Untersuchung wird die Diagnose meist in Zusammenhang mit einer Ultraschalluntersuchung gestellt. Abhängig von Größe und Lokalisation kann eine operative Entfernung in Lokalanästhesie erfolgen oder bei größeren Befunden in Allgemeinnarkose.