Die Rekonstruktive Chirurgie

Mikrochirurgie der peripheren Nerven und Gefäße

Die erste erfolgreiche dokumentierte Replantation (1965 durch Komatsu) erfolgte nach einer Daumenamputation. Im August 1975 erfolgte die erste Replantation in Europa.

Die Fortschritte in der Wiederherstellungschirurgie haben dazu geführt, dass freier mikrovaskulärer Gewebetransfer zur Deckung von großen Haut,-Weichteildefekten und somit zum Erhalt einer Extremität eingesetzt werden kann.

Eine weitere große Bedeutung hat die Verpflanzung von freiem mikrovaskulärem Gewebe im Rahmen der Therapie bei Brustkrebs erlangt. Nach Entfernung der Brust, kann diese in der gleichen Operation mit Gewebe vom Bauch oder vom Oberschenkel mittels mikrochirurgischer Techniken wiederhergestellt werden. Somit kann das psychische Wohlbefinden einer Frau nach Verlust ihrer Brust deutlich verbessert werden.

Die peripheren Nervenchirurgie umfasst die Darstellung und Behandlung eingeengter oder verletzter Nerven sowie die Entfernung von Tumoren, ausgehend von einem Nerv.

Nervenkompressionssyndrome:
Die Einengung eines Nerven kann zu Schmerzen, Gefühlsstörungen und Taubheitsgefühl führen. Häufige Kompressionssyndrome treten an der Hand auf (siehe Hand).
Ausgeprägtere Beschwerden mit Taubheitsgefühl und Funktionsstörungen einer Extremität (Armlähmung) können aufgrund von Einengung oder Verletzung im Bereich des Nervengeflechts in der Achselhöhle auftreten. Spezielle Behandlungen und mikrochirurgische Techniken sind hier notwendig um eine Verbesserung zu erzielen.

zurück